• Wohnweisend_Vanessa Feyer

Wohnrecht oder Niessbrauch. Worin liegen die Unterschiede?

Immer wieder kommt es vor, das auch bei einer über uns zu veräussernden Immobilie ein Niessbrauch oder Wohnrecht im Grundbuch eingetragen ist.


Aber was bedeutet das eigentlich für einen möglichen Käufer?

Sowohl das Wohnrecht als auch der Niessbrauch werden oft gemeinsam genannt, dabei gibt es zwischen beiden entscheidende Unterschiede.


Sowohl das Wohnrecht als auch der Niessbrauch können auf eine bestimmte Dauer beschränkt oder aber lebenslang gewährt werden. Während das Wohnrecht sich ausschliesslich bei Immobilien anwenden lässt kann der Niessbrauch sich auch z.B. auf einen Garten oder ein Grundstück beziehen. In beiden Fällen ist der Nutzniesser nicht mehr der Eigentümer der Immobilie sondern kann sie nur Nutzen und im Fall des Niessbrauch auch einen wirtschaftlichen Vorteil aus ihr ziehen. Das Wohnrecht und der Niesbrauch sind nicht auf andere Personen übertragbar und kann auch nicht vererbt werden.


Das Wohnrecht oder auch Wohnungsrecht ist im § 1093 im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt und wird einer bestimmten Person zugesprochen und kann von dieser nicht übertragen werden.
Verlässt die mit Wohnrecht bedachte Person die Immobilie, weil Sie z.B. in eine Seniorenwohnanlage ziehen möchte, kann die Immobilie nicht vom Nutzniesser an eine Dritte Person weitervermietet werden. Da das Wohnrecht erst mit dem Tod des Berechtigten erlischt kann ein u.U. neuer Eigentümer die freistehende Wohnung nicht selber nutzen, es sei denn der oder die Berechtigte stimmen dem zu.
Ganz anders beim Niessbrauch. Hier ist es der mit Niessbrauch bedachten Person möglich, die Immobilie selber räumlich zu verlassen, die Wohnung an eine andere Person weiterzuvermieten und die daraus resultierenden Mieteinnahmen zu erhalten.
Unter einem Nießbrauch versteht man das Nutzungsrecht von Personen für fremde Sachen oder ein Vermögen. Ein lebenslanges Niesbrauchrecht erlischt wie das Wohnrecht erst mit dem Tod des Niessbrauchberechtigten.
Der Name Niessbrauch ist von dem latainischen usus fructus abgeleitet was soviel bedeutet wie Fruchtgenuss. Gemeint ist damit das der, der dieses Recht besitzt auch die Früchte ernten darf. Die Früchte wären in diesem Fall die Mieteinnahmen der vermieteten Immobilie.

In Bezug auf die Schenkungs- und Erbschaftssteuer werden beide Rechte gleich behandelt, sofern der Wert den gewährten Freibetrag des Beschenkten oder des Erben übersteigt. Sowohl der Niessbrauch als auch das Wohnrecht erschweren gleichermaßen den Verkauf einer Immobilie und schmälern darüberhinaus den zu erzielenden Verkaufspreis des Eigentums.



Ihre Vanessa Feyer, Inhaberin von Wohnweisend Immobilien - Märchenhaft gute Immobilienvermarktung


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