• Wohnweisend_Vanessa Feyer

Vorsorgevollmacht bei Immobilienbesitz im Alter

Aktualisiert: 19. Okt 2018


Muss die vermietete oder selbst genutzte Immobilie verkauft werden, weil z.B. eine finanzielle Notlage eingetreten ist, ist entscheidend wer im Grundbuch steht. Ist wie in unserem Fall die Ehefrau nicht im Grundbuch eingetragen oder aber gehört ihr nur die Hälfte der Immobilie, da der Ehemann auch im Grundbuch vermerkt ist, ist dessen Einverständnis zum Verkauf der Immobilie zwingend erforderlich.


Was aber wenn eben dieser Ehemann auf Grund einer Demenz nicht mehr geschäftsfähig ist ?

Wurde schon rechtzeitig und bei vollständiger, nachweislicher Geschäftsfähigkeit des Ehemanns, eine notariell beglaubigte Vorsorgevollmacht bei einem Notar hinterlegt, könnte die Ehefrau das Haus verkaufen.


Wurde dies versäumt, ist es der Ehefrau nun nicht ohne weiteres möglich die Immobilie zu veräussern.

Nun könnte ein Notar herangezogen werden, der den Ehemann aufsucht und vor Ort klärt ob er diesen für noch geschäftsfähig erachtet. Ist dies der Fall, kann der Notar die Vorsorgevollmacht erstellen.


Die Kosten für solch eine Vollmacht sind abhängig von der Höhe des Vermögens.

Mit dieser notariell beglaubigten Vorsorgevollmacht kann die Ehefrau nun den Verkauf der Immobilie in die Wege leiten.


Ist eine Geschäftsfähigkeit des Mannes nicht sicher, wird ein Arzt hinzugezogen, der seinerseits attestieren muss ob der Ehemann geschäftsfähig ist oder nicht.


Attestiert der Arzt, dass es sich bei dem Ehemann um einen nicht geschäftsfähigen Eigentümer handelt, muss sich die Ehefrau nun beim Amtsgericht um eine Betreuungsvollmacht kümmern.


Dieser Weg kann mühsam und langwierig sein. Ist der Verkauf der Immobilie zeitnah notwendig um eine finanzielle Notlage abzuwenden, kann dieser Umweg über das Amt einen Eigentümer in große finanzielle Schwierigkeiten bringen und je nach Konstellation auch dazu führen, dass eine Immobilie zwangsversteigert werden muss.

Ist das Gericht beim Verkaufsprozess einer Immobilie involviert, wird dieses für die Einwertung des Verkaufspreises einen Gutachter einfordern. Die Kosten dieses Gutachters trägt der Eigentümer. Soll das Haus auf Grund einer finanziellen Notlage verkauft werden, kann man sich vorstellen, dass die Kosten für einen Gutachter zur Wertermittlung der Immobilie Ausgaben sind, die die Ehefrau unter Umständen nur schwerlich aufbringen kann. Der Verkaufspreisschätzung des Gutachters ist bis auf einen gewissen prozentuellen Spielraum in jedem Fall beim Verkauf Folge zu leisten. Der Wert der eigenen Immobilie ist in diesem Fall fremdbestimmt und kann nicht völlig frei gewählt werden. Grund für dieses Prozedere ist, dass ein nicht mehr geschäftsfähiger Eigentümer durch einen anderen Miteigentümer oder Angehörige übervorteilt werden kann.


Wir können daher nur an alle Immobilieneigentümer appellieren sich rechtzeitig mit dem Thema Vorsorgevollmacht auseinanderzusetzen. Selbstverständlich ist das Thema einer Geschäftsunfähigkeit durch z.B. eine Demenz sicher eher ein Thema welches Senioren mit Immobilienbesitz betrifft, aber eine Geschäftsunfähigkeit kann auch durch einen Unfall, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall eintreten, der durchaus auch jüngere Menschen mit Immobilieneigentum betreffen kann.



Gerne sprechen wir mit Ihnen darüber und geben Ihnen hilfreiche Hinweise und nennen Ihnen passende Ansprechpartner für die Erstellung einer beglaubigten Vorsorgevollmacht. So sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite und können in jedem Fall die Immobilie verkaufen wenn es nötig werden sollte.








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