• Wohnweisend_Vanessa Feyer

Ist die offenen Besichtigung seit der Widerrufsbelehrungspflicht noch sinnvoll?

Die offene Besichtigung stellte im Verkaufsprozess einer Immobilie, immer eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative zu den gängigen Verkaufs- und Marketingaktivitäten eines Immobilienmaklers dar. Im folgenden erläutere ich Ihnen warum das seit 2014 gar nicht mehr so offen und unbürokratisch durchgeführt werden kann. Seit dem 13.06.2014 gibt es die Pflicht der Widerrufsbelehrung nach Paragraf 312b ff BGB für all die Geschäfte, die z.B. online in jedem Fall aber nicht in den eigenen Geschäftsräumen stattfinden und bei der nicht beide Vertragsparteien körperlich anwesend sind.


Was macht die offene Besichtigung so problematisch?

Bei einer offenen Besichtigung befindet man sich beim Erstkontakt mit dem Interessenten nicht in den eigenen Geschäftsräumen des Maklers sondern im zu vermarktenden Objekt und muss somit den Kunden wie bei einem Onlinegeschäft zunächst und vor der Möglichkeit das Objekt zu besichtigen und möglichst vor Nennung der Objektadresse über sein Recht auf Widerruf informieren.


Diese Objektadresse aber wurde bei der Bewerbung einer offenen Besichtigung vor dem 13.06.2014 schon in der Zeitungsannonce oder auf der jeweils genutzten Internetplattform genannt wodurch der Interessent die Möglichkeit hatte ohne weitere Bürokratische Hürde, ganz ohne Termin und völlig unverbindlich zu solch einer offenen Besichtigung zu erscheinen. Das sicherte dem Immobilienmakler häufig einen regen Zulauf und dem Verkäufer viele potenzielle Kaufinteressenten zu.


Seit dem 13.06.2014 darf man als Makler theoretisch keine Adresse mehr in einer Zeitungsanzeige oder auf einer Internetplattform nennen. Stattdessen könnte man dort nur auf die offene Besichtigung an sich hinweisen mit der Möglichkeit sich online vorab für diese Anzumelden. Im Rahmen dieser Onlineanmeldung könnte dann der Interessent ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht informiert werden und einen Verzicht auf sein Widerrufsrecht unterzeichnen.


Die Erfahrung zeigt, dass diese "Hürde" der vorherigen schriftlichen Anmeldung zu weitaus weniger Interessenten für diese Form der Besichtigung führt. Denn sie ist ja nicht mehr "offen" zugänglich wie der Name vermuten lässt.


offene Besichtigung beim Immobilienverkauf

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